Hunde
Von Corgis und Dorgis
Rosinenbrot und Gin für die Hunde der Queen.

Möchte man sich mit der Queen unterhalten, so wählt man den Gesprächsstoff wohl am besten nach Aussage ihres Biografen Graham Turner aus: "Sie mag - und zwar in dieser Reihenfolge - Hunde, Pferde, Männer und Frauen". Hunde haben bei der Jubilarin also höchste Priorität. Dabei bevorzugt sie den Welsh Corgi Pembroke und die aus Corgi und Dackel entstandene Mischung Dorgi.
Corgi als Geburtstagsgeschenk
Ihren ersten Corgi Susan bekam die damalige Prinzessin Elizabeth 1944 zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt. Alle weiteren Corgis stammen von Susan ab. Durch eine ungeplante Begegnung einer Corgi Lady mit dem Dackel von Schwester Margret entstand die neue Rasse Dorgi. Heute gilt Queen Elizabeth II. als erfahrene Züchterin von Corgis und Dorgis. Aktuell lebt sie mit drei Corgis und drei Dorgis zusammen. Nach einer Reise durch Wales beschrieb der französische Schriftsteller Maupassant den Corgi als "ein kleines Tier, fast ohne Pfoten, mit dem Körper eines Krokodils, dem Kopf eines Fuchses und einem trompetenförmigen Schwanz". Vom Charakter her gelten die Hunde als selbstbewusst und furchtlos. Obwohl sie auch als freundlich bezeichnet werden, haben sie sich schon durch den gesamten Hof gebissen und auch nicht vor der Queen persönlich Halt gemacht. Dennoch oder vielleicht auch deshalb werden sie von der Königin verehrt.
Frisches Huhn, Gin, Whiskey und Rosinenbrot
Wer mit der Queen gemeinsam residiert, dem soll es auch oder gerade als Hund am Hofe an nichts fehlen. Eine Köchin ist täglich bis zu drei Stunden für die Zubereitung der Hunde-Mahlzeiten beschäftigt. Dabei wird frisches Huhn von den Tieren bevorzugt. Dass die Speisen am Silbertablett serviert werden, wird wohl zumindest den Tieren egal sein. Den Hunden aber Gin und Whiskey ins Futter zu mischen, ist hingegen wirklich keine gute Idee und kostete dem ehemaligen Top Lakaien Matthew King seine Position. 1999 wurde er zum normalen Diener degradiert. Dafür waren im amüsante Momente torkelnder Tiere gewiss. Zum Nachmittagstee gibt es für die Queenlieblinge übrigens Rosinenbrote mit Marmelade. Bei Banketten wurde zudem angeblich schon beobachtet, dass sie hin und wieder gerne ein Stückchen fallen lässt. Macht sie das nicht sympathisch diese sonst so beherrschte Queen? (CHN)
Fotocredit: jagodka - fotolia.com








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